Mond
Titel: Die Wichtigkeit eine Spaßbremse zu sein
Autor: Eo-Lahallia
Rating: 6
Vorgabe von d.ela: Die Weasley-Zwillinge kreieren ein Weihnachtsgeschenk für Percy, das ihm Humor und etwas mehr Gelassenheit vermitteln soll, doch irgendetwas ist da schiefgelaufen, oder warum ist Percy nun der Witzbold der Familie und in ganz Hogwarts? Und die Weasley-Zwillinge werden kaum mehr beachtet? Da muss etwas dagegen unternommen werden, um den alten Percy wiederherzustellen… spielt während der Zeit der ersten Potter-Bände, d.h. Percy hat sich noch nicht von seiner Familie abgewandt
Disclaimer: alle die lieben Charas gehören der guten JKR
Anmerkung des Autors: ich hoffe der Spaß geht trotz der extremen Länge nicht verloren


„Ich bin immer noch für die Klobrille“, schlug Fred mit begeistert leuchtenden Augen vor.
„Ja, das wäre sehr stilvoll. Ich fürchte nur, Percy wird es nicht zu schätzen wissen“, erwiderte George und Fred nickte betrübt. Es war doch jedes Jahr der gleiche Ärger, wenn es an die Überlegungen ging, was man den anderen Familienmitgliedern nur zu Weihnachten schenken sollte. Und gerade waren sie bei dem schwersten aller Brocken angelangt: Percy.
„Und wenn wir die Klobrille doch Ginny schicken…?“
„Mum bringt uns um“, unterbrach Fred den Gedankengang seines Bruders. „Und Percy noch ein zweites Mal, wenn wir ne Klobrille aus Hogwarts klauen.“
„Verdammt, Vertrauensschüler sind echt Spaßbremsen“, grummelte George.
„Percy ist ne Spaßbremse“, korrigierte Fred.
Eine Weile herrschte nachdenkliches Schweigen. Warum war das auch so kompliziert? Im Grunde hatten sie nichts, das Percy gefallen würde und für ihren perfektionistischen Bruder würden die Zwillinge sich auch keine guten Manieren aufzwingen. Das hatten schon andere versucht, aber sie konnten sich nicht ändern, sie wollten sich auch nicht ändern, aber…

„Ich habs!“ George sprang vor Aufregung von seinem Platz auf und aus einer Ecke der Bibliothek, in der sie sich zur Beratung zusammengesetzt hatten, tönte ein „Schhht“. Etwas leiser fuühr George fort. „Du stimmst mir doch hoffentlich darin zu, dass wir nicht selbst zu Spaßbremsen werden wollen, nur um Percy einen Gefallen zu tun.“ Fred nickte eifrig. „Und wenn wir uns nicht ändern…“
„…dann müssen wir eben Percy ändern“, vollendete Fred strahlend den Satz. „Das ist genial. Man sollte immer etwas schenken, was dem Beschenkten noch fehlt und ich kann mir nichts vorstellen, was unserem guten Percy mehr fehlt, als Humor und Gelassenheit.“

Es brauchte einiges an Freizeit, die sie damit verbrachten, in der Bibliothek zu stöbern oder ältere Schüler nach Wissen auszuhorchen, um herauszufinden, wie die Idee am besten umzusetzen war. Ein Geschenk durfte man nicht aufzwingen und Percy sollte sich wirklich und ehrlich darüber freuen können. Kurz und knapp: Das Ganze war weitaus komplizierter, als die Zwillinge sich das vorgestellt hatten.
Zuletzt kam unerwartete Hilfe von einem älteren Mädchen aus Ravenclaw, das sie mit einer tragischen Erzählung einwickelten, über den armen großen Bruder, der sich doch nichts sehnlicher wünschte, als über Witze lachen zu können, der nur leider von einer fiesen Krankheit getroffen worden war, die ihn für Stimmungsschwankungen unempfänglich machte und ihm soziale Kontakte erschwerte. Die Schülerin kannte die beiden – wer kannte Fred und George nicht – und auch wenn sie sich sehr hilfreich zeigte, war ihr anzusehen, dass sie genau wusste, von wem die Rede war…
Zu guter Letzt hielten die Zwillinge ein Buch über die „Manigfaltige Magie der Emotionen“ in den Händen. Was zunächst wie der Titel eines Groschenromans von Tante Muriel klang, erwies sich als komplizierte Lektüre, in der sie aber fanden, was sie suchten.

„Das ist wirklich nicht lustig“, brummte George, während er den für sie wichtigen Abschnitt in dem Buch las.
„Einfacher geht‘s leider nicht“, erwiderte sein Bruder seufzend. Die Sache war nur: Wenn sie ihren Plan nicht fallen lassen wollten, und dazu gefiel er ihnen definitiv zu gut, dann hatten sie gar keine andere Wahl.
Sie hatten das Sortiment sämtlicher Scherzartikelläden Groß Britanniens überprüft und nichts gefunden, was irgendwie ihren Vorstellungen entsprach. Das Problem war eben, dass es dort nur Artikel gab, die kurzzeitig eine Lachattacke hervorrufen konnten oder einen Menschen maximal 24 Stunden in einen heiteren Zustand versetzten. Doch so grundlegende Menschenverbesserungsmittel gab es einfach nicht. Zumindest nicht im freien Markt…
Die Alternative wäre natürlich noch gewesen, Percy eine Flasche guten Wein zu schenken, denn Wein entfaltete bei ihm immer eine mysteriöse Wirkung, die man sich bei einer so trinkfesten Verwandtschaft wie etwa Tante Muriel nicht erklären konnte.

„Also machen wir‘s“, sagte George entschlossen, als er zu Ende gelesen hatte. „Wird schon schief gehen.“
„Das Schlimmste, was Passieren kann, ist, dass Percy uns umbringt.“ Sie betrachteten sorgenvoll die Zeilen der Anleitung.
Das „Humeron“ ist im Grunde eine magische Erscheinung und kein Lebewesen im richtigen Sinn. Entscheidend ist, dass die Zielperson, auf die es seine Wirkung ausüben soll, das Humeron als Besitz anerkennen muss. Jemand ungewollt ein Humeron unterzuschieben, ist zwar möglich, doch es verliert dadurch seine Wirkung.
„Ich freu mich schon drauf.“ George grinste, setzte einen ernsten Gesichtsausdruck auf und tat, als würde zu seinem nicht anwesenden Bruder sprechen: „Frohe Weihnachten, Percy. Das hier ist ein neues, liebliches Haustier für dich. Es heißt Humi, also fütter es lieb und denk dran, es regelmäßig im Ohr und zwischen den Zehen zu kraulen, das mag’s besonders.“

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„Was ist das?“ Sie hatten soeben schon in der Großen Halle das Weihnachtsfestessen zu sich genommen und hatten nicht damit gerechnet, bei der Rückkehr in den Gemeinschaftsraum ein Päckchen vorzufinden. Percy betrachtete das klumpige Ding, auf dem deutlich sein Name stand. Offenbar war es ihm bereits jetzt suspekt.
„Sieht aus, als hätte Ron versucht, es einzupacken“, antwortete George grinsend.
„Ist ja nicht wahr. Ich mach das mittlerweile mit nem Verpackungszauber“, protestierte der Beschuldigte.
„Ja, deswegen“, erwiderte Fred und grinste frech.
„Und warum liegt es erst jetzt hier?“, argwöhnte Percy. Fast gleichzeitig zuckten Fred und George unwissend mit den Schultern.
„Hast es wohl hier vergessen…“
Langsam und sorgfältig öffnete Percy erst die Ecken des Geschenks und zog dann das zerknitterte Papier zur Seite. Zum Vorschein kam eine kleine Kiste, die auf den ersten Blick schlicht und ergreifend langweilig wirkte. Sie war aus Holz und hatte nicht einmal eine Spur Magie an sich. Percy sah das vermutlich ähnlich, wie seine hochgezogene Augenbraue verdeutlichte. Er warf einen unsicheren Blick in die Runde, doch niemand schien ihm einen Rat geben zu wollen.
Angespannte Stille verbreitete sich, als Percy den winzigen Haken, der den Deckel geschlossen hielt, löste. Kaum eine Sekunde später, bevor er den Deckel auch nur hätte anheben können, schnellte die Kiste auf und etwas, das aussah wie eine gewöhnliche Staubfluse zischte in die Höhe, verkündete mit strahlend heller Stimme „Fröhliche Weihnachten und lass es mal krachen“ und zischte wieder zurück in die Kiste, die sich mit einem „Plop“ selbst verschloss.

„Alles klar…“ Percy sah verwirrt um sich. „Von wem ist das und was will es sein?“ Sein Blick blieb an Fred und George hängen, die beide ausgelassen grinsten.
„Das ist ein Planer und Ratgeber“, platzte Fred schließlich heraus. George nickte und ergänzte: „Du teilst ihm deine Termine, Aufgaben, Vorsätze fürs neue Jahr und so weiter mit…“
„… und der Kleine da drin erinnert dich daran und gibt dazu gute Ratschläge“, beendet George die Erklärung. Ohne ein weiteres Wort deuteten die Zwilling auf die Kiste. Percy untersuchte sie nun genauer und entdeckte eine Aufschrift auf dem Deckel, die sagte: Für Percy Weasley, verantwortungsvollster Vertrauensschüler und den größten Spaßvogel, den wir kennen. Von Fred und George.
Percy betrachtete seine Brüder mit einer Mischung aus Ärger und Unverständnis.
„Sehr nett. Ähm ja… und wie kommt ihr auf die Idee, dass ich das brauche?“ Die Zwillinge tauschten geheimnisvolle Blicke. Das war der kritische Moment, in dem sie ihr Geschenk an den Mann bringen mussten.
„Es steht dein Name drauf“, argumentierte George in trockenem Tonfall.
„Das schindet überall Eindruck.“ Fred grinste motivierend.
Percy schüttelte leicht den Kopf, als wüsste er genau, wie wenig ernst ihn seine Brüder nahmen. Noch einmal betrachtete er das Kästschen, las den eingravierten Schriftzug noch einmal und grinste plötzlich.

„Sehr nett, danke. Aber wenn das Planer-Viech nicht stubenrein ist, müsst ihr’s erziehen, euer verantwortungsvoller Spaßvogel hat dafür keine Zeit. Der muss sich leider mit den Dieben verschwundener Klobrillen rumschlagen.“ Percys Blick wurde plötzlich sehr ernst und sein Blick schien Fred und George auf stechende Weise grade so zu durchbohren, dass die Zwillinge unwillkürlich etwas zusammenzuckten.
„Wie, eine Klobrille?“
„Wer macht denn sowas?“
Beide tauschten betretene Blicke, als erwarteten sie eine hilfreiche Reaktion des jeweils anderen. Im Gemeinschaftsraum war es plötzlich bis auf die beiden sehr still geworden. Aus ihrer Stimme ließen sie die pure Unschuld sprechen und sie vermieden es dabei ihrem großen Bruder direkt in die Augen zu sehen, während sie sich verstohlene Blicke zuwarfen.
„Eine echte Klobrille?“
„Hier aus Hogwarts?“
Plötzlich hielten sie inne und der unschuldige Gesichtsaudruck verwandelte sich in einen Blick der Verwirrung.
„Moment, hast du…?“, begann Fred, doch George schüttelte den Kopf, bevor sein Zwillingsbruder die Frage überhaupt zuende gestellt hatte.
„Ich dachte eben, dass du…“ Beide sahen sich einen Moment mit offenem Mund an, während die zwei gleichzeitig denselben Gedanken hatten: Keiner von ihnen hatte irgendwo irgendeine Klobrille entwendet. Sie hatten so oft davon gesprochen, es sich so genau durchdacht und vorgstellt, dass der Plan eigentlich als so gut wie ausgeführt galt, aber wirklich getraut hatte es sich doch keiner von ihnen. Wie konnte es also sein…?

Sie wandten ihren Blick zu Percy, dessen Gesicht völlig verkrampft war von seiner starken Bemühung, einen Lachausbruch noch irgendwie zurückzuhalten. Sein Kopf war rot, seinen Augen tränten und er grinste von einem Ohr zum anderen. Schließlich konnte er sich nicht mehr halten, ließ sich in den Sessel hinter ihm fallen und japste nach Luft vor Lachen.
„Haha… wusste es… dass ihr das wolltet… und nicht traut… hab euch… drangekriegt…“
Auch die übrigen im Gemeinschaftsraum Anwesenden konnten sich ein Lachen nicht verkneifen. Einerseits war es vollkommen unnormal, dass Fred und George sich so blamierten und der peinlich berührte Ausdruck auf ihren Gesichtern, darüber dass sie sich so in die Irre hatten führen lassen, sprach Bände. Auf der anderen Seite war ein derart scherzhafter Percy Weasley keinem im Raum so ganz geheuer.
Langsam begann in den Köpfen von Fred und George das Verständnis zu reifen: Sie hatten es geschafft.

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„Das geht mir jetzt echt ganz schön auf den Eimer!“ Genervt warf Ron seine Schulsachen auf einen Sessel im Gemeinschaftsraum und verfehlte dabei nur knapp seinen Bruder Fred, welcher auf der Lehne saß.
„Da hast du recht, kleiner Bruder. Man könnte meinen, dass einer, der 15 Jahre keinen Humor kannte, zwar ein Recht hat diesen zu entdecken, aber nicht, seine Mitmenschen mit seinem 15-jährigen Nachholbedarf zu nerven.“
„Hä?“ Ron betrachtete sein Bruder mit einer Mischung aus Genervtheit und Verwirrung.
„So ist es“, pflichtete George nur bei. „Aber besser er erzählt jetzt den gleichen Witz so oft wie andere in 15 Jahren, als dass er ihn wirklich 15 Jahre lang erzählt.“
„Ich fürchte er wird sogar länger durchhalten“, murrte Fred. Auf Rons Gesicht zeichnete sich mittlerweile Verständnis ab.
„Ach, quatsch. Ich red doch nicht von Percy, sondern Flitwick mit seinem Wirbeln und Winken. Sowas kann doch echt nur ein Mädchen hinkriegen“, bemerkte er mit einem frustrierten Blick zu Hermine. Dann blickte er über seine Schulter zu Percy, der ein paar Erstklässlern gerade seinen neuen, heiß geliebten Niffler-Witz erzählte, wobei er auf vortreffliche Weise einen Niffler nachahmte. „Ja, und der nervt auch. Freut mich ja, dass er so cool drauf ist, aber man brauch hier doch auch mal Ruhe, wenn man was arbeiten muss.“
Fred und George gaben zeitgleich einen kleinen, genervten Seufzer von sich. Ron sprach nur aus, was die meisten hier über Percys wunderliche Wandlung dachten. Für die Zwillinge saß das Problem aber noch viel tiefer: Alleinunterhalter wie Percy waren neuerdings offenbar angesagt, das Weasley-Duo hatte dagegen seine Popularität verloren.

Sie hatten sich nie eingestanden, wie sehr sie es genossen hatten, ein wenig im Rampenlicht zu stehen. Natürlich taten sie all das, was sie so tagein tagaus taten, nicht nur deswegen, es war einfach ihre Art, sich Scherze und Regelübertretungen zu erlauben. Aber das bisschen Ruhm, das dabei abfiel, war doch eigentlich nicht zu verachten und irgendwie, hatten sie sich daran gewöhnt. Doch was immer sie auch in der letzten Zeit versucht hatten – magische Feuerwerkskörper in Schneebällen und selbst den Klobrillenklau hatten sie versucht durchzuziehen – alles wurde irgendwie von Percy überschattet oder es wurde durch seine heiteren Reaktionen zu seinem Ruhm.
Derselbe Percy, der ihnen noch vor Weihnachten für diese Untaten eine Menge Ärger gemacht hätte, machte sich nun über seine beiden jüngeren Brüder lustig! Und das kam an, nicht nur in Hogwarts, sondern auch in der Familie. Nachdem Percy die Klobrille von Fred und George konfisziert hatte und niemand diese offenbar zum Wiedereinbauen ins Klo zurückgefordert hatte, hatte Percy die Brille kurzerhand an Ginny geschickt. Er war ihr Held… Aber wer hatte das denn möglich gemacht? Wer hatte eigentlich diesen genialen Plan ausführen wollen? Man vergaß die Zwillinge!
Es war einfach nicht fair. Und Percy handelte obendrein vollkommen legal und nach wie vor sorgsam, sodass nicht einmal seine Mutter etwas zu nörgeln gefunden hätte. Nur an Fred George nörgelte sie natürlich nach wie vor. Ja, im Grunde war von ihnen beiden nichts mehr übrig, nur zwei aufmüpfige Jugendliche, denen keiner zuhörte.
Es war verdammt verhext!

„Dieser Humeron muss weg“, knurrte George leise und sein Zwillingsbruder nickte. Doch war das wirklich so einfach, den Zauber zu brechen, indem sie Percy seinen Kalender klauten? Das wäre auch nicht richtig. Percy liebte den Ratgeber und fand den kleinen Humeron innendrin mittlerweile „sehr putzig“ und obendrein „so reinlich“ im Gegensatz zu anderen komplizierten Haustieren, die tatsächlich richtige Lebewesen waren.
Und nun hatte das magische Wesen nicht wie geplant dafür gesorgt, dass Fred und George sorgenloser selbst Späße machen konnten, sondern dass ihnen der Spaß verging.
„Lass es uns einfach versuchen“, schlug Fred vor.
„Mehr als schief gehen kann’s ja nicht mehr“, bestätigte George.

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„Pst, nicht so laut.“
„Percy ist doch grade im Vertrauensschülerbad.“
„Ja, aber wer weiß…
„…wer noch hier ist. Hast recht.“
Es war dunkel im Schlafsaal. Fred und George wagten nicht Licht zu machen, geschweige denn sich lauter als im Flüsterton zu unterhalten. Percy hatten sie vor wenigen Augenblicken mit einem Blubbermatsch-Zauber im Gemeinschaftsraum attackiert und nachdem der große Bruder sich über diesen unkreative Angriff ausgelassen und mit einem dummen Scherz über die Vorliebe von Kleinkindern, mit Schlamm zu spielen, in Richtung Vertrauensschülerbad verzogen hatte, machten sich die Zwillinge sofort auf den Weg in den Schlafsaal.
Es war nicht leicht, sich im Dunklen zurecht zu finden und entgegen aller Ordentlichkeit, die man von Percy kannte, war sein Koffer ein großes Chaos. Oder besser gesagt, es war ein geordnetes Chaos und das machte die Suche besonders schwer.
„Ich glaub, ich hab ihn“, verkündete George mit gedämpfter Stimme. Er drückte Fred den gefundenen Gegenstand in die Hände, dieser tastete vorsichtig über die Oberfläche. Ja, das musste es wohl sein. Leise schlichen sie im Dunklen wieder die Treppe hinab in den Gemeinschaftsraum, wobei Fred das Kästschen unter seinen Arm klemmte, um es vor einem möglichen Beobachter unsichtbar zu behalten. Im Gemeinschaftsraum angekommen huschten sie leise in eine spärlich beleuchtete Ecke, wo der Gegenstand hervorgeholt wurde.

„Verdammt, was soll das denn?“
Das Kistschen leuchtete in Freds Händen und seine Versuche es irgendwie abzuschirmen, reichten nicht aus, um es gänzlich zu verstecken.
„Tu es irgendwie weg, wenn uns jemand damit sieht…“ George sah sich fieberhaft um, doch noch bemerkte niemand im Gemeinschaftsraum, dass etwas nicht stimmte.
„Wieso reagiert das verdammte Ding so?“, fluchte Fred.
„Das haben wir selbst eingebaut, damit Percy es nicht wegwirft!“ Und beide erinnerten sich, dass sie das Geschenk extra mit einem Zauber gegen Verlust geschützt hatten, der den Gegenstand in besagtem Fall zum Leuchten brachte, damit man ihn leichter wieder fand. Alles Fluchen half da nun auch nicht mehr.
„Mach es auf und lösch den Humeron“, wisperte George. Nervös fummelte Fred an dem Haken, um das Kistchen zu öffnen. Als der Deckel endlich aufsprang, kam der Humeron nicht wie gewöhnlich aus seinem Heim gezischt, um irgendeinen Scherz zu machen oder einen verrückten Ratschlag zu geben. Alles war still.
Die Zwillinge blinzelten und warfen einen Blick in die kleine Kiste. Wie eine dicke Staubflusel, die nur ein wenig leuchtete, lag das magische Wesen auf dem Boden und summte leise wie ein Knuddelmuff. George schluckte schwer.
„Ich glaub es hat Angst vor uns.“
„Aber es ist dch kein Lebewesen, nur ein verdammter Zauber“, widersprach Fred, doch auf der anderen Seite erging es ihm genauso wie George: Er fürchtete sich davor, dieses kleine Ding mit einem Schwenk seines Zauberstabs verschwinden zu lassen. „Mach ihn weg“, mahnte Fred.
Doch das Summen wurde lauter und aus den Tiefen des Kästschens drang ein zartes Stimmchen zu ihnen, das weniger änsgtlich als schwer beleidigt klang, wie ein kleines Kind. „Spaßbremse“, quieckte der Humeron mit einem schmollenden Unterton.
„Ich kann es nicht! Das ist zu viel“, seufzte George und ließ seinen Zauberstab sinken, mit dem er eben die kleine magische Staubflusel hatte beseitigen wollen.

„He, habt ihr was verloren?“
Mit einem Satz sprangen die Zwillinge auf. Vor ihnen stand Percy, der erstaunt ihre erschrockenen Gesichter sah.
„Ihr seht so schuldig aus. Ich hoffe ihr habt den Kleinen nicht erschreckt.“ Percy nahm ihnen grinsend seine Kiste aus der Hand, die er sofort erkannt hatte und die Zwillinge tauschten besorgte Blicke.
„Ihn erscherckt?“
„Na ja, ich dachte vielleicht wolltet ihr ihm grade eine bunte Farbe verpassen, ihn mit Flohpulver füttern oder was weiß ich. Eure Aktionen sind auch nicht mehr, was sie mal waren.“ Percy öffnete die Schachtel und der kleine Humeron zischte heraus, quieckte ein „Satz mit x – war wohl nix“ in Richtung der Zwillinge und verschwand wieder.
„Treffender hätte ich’s nicht sagen können“, sagte Percy und wollte sich abwenden, doch Fred und George standen blitzschnell auf der anderen Seite in seinem Weg und hielten ihn so davon ab, weiterzugehen. Ein wenig verwirrt betrachtete Percy seine Brüder. „Noch was?“
„Percy, du musst uns das Ding geben“, purzelte es einfach aus Fred heraus. „Das Viech da drin ist…“
„… nicht ganz gesund“, unterbrach George ihn, um ihr Geheimnis nicht dahinschwinden zu sehen. Beide sahen sie Percy todernst an, es herrschte Schweigen, bis ihr älterer Bruder in Lachen ausbrach.
„Ihr könnt es ruhig sagen, wenn ihr mal mit dem Kleinen Gassi gehen wollt. Aber vorsichtig, der mag keine Fremden“, witzelte Percy und klopfte seinen Brüdern mit einem mitleidigen Blick auf die Schulter.
„Ich mein’s ernst, Percy“, wiederholte George. „Der ist nicht gut für dich.“
„Merkst du nicht, wie komisch du drauf bist?“, hakte Fred nach. „Du hast dich so verändert…“
„Ach, so alt bin ich doch noch nicht. Aber ich meld mich bei euch, wenn ich nen Pfleger brauch.“
Mit diesen Worten drängte Percy sich an ihnen vorbei und verschwand in seinem Schlafsaal. Fred und George blieben mit einem frustrierten Gesichtsausdruck zurück.

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Eine weitere qualvolle Woche lag hinter den Zwillingen, in der sie auf verschiedenste Weisen weiterhin versucht hatten, das Kästchen mit dem Humeron an sich zu bringen, doch vergeblich. Weder Accio noch Ablenkmanöver mit Feuerwerkskörpern schienen ihnen das Glück zu bringen, das sie brauchten. Und zuletzt war da ein aller letztes großes Problem: Würden sie die Kiste in den Händen halten und die Gelegenheit haben, den Humeron verschwinden zu lassen, wer von ihnen würde es tun?
Spaßbremse. Das war es, was sie Percy seit 15 Jahren vorgeworfen hatten und nun sollten sie etwa seinen Platz einnehmen? Sollten sie, Fred und George Weasley, die größten Clowns und Unterhalter, Spaßvögel und Regelübertreter, die Hogwarts je gesehen hatte, ein magisches Wesen, das Ingebriff für Spaß und Scherze war, eliminieren? Es war unmöglich…

Sie saßen in einem leeren Gang und waren im Begriff, ein paar Rüstungen und Wasserspeier dazu zu bringen, sich mit einem wankenden Lauf fortzubewegen. Das würde Percy, der nicht weit entfernt war, erst einmal beschäftigen. Wahrscheinlich würde er ganz begeistert reagieren und mit den Rüstungen erst mal einen Stepptanz hinlegen… Ganz egal, es würde ihnen Zeit verschaffen, um nun vielleicht endlich erneut den Humeron in die Finger zu kriegen. Doch allein der Gedanke an das, was sie dann tun wollten, bereitete ihnen Bauchschmerzen.
„Wir sollten eine Münze werfen?“, schlug Fred vor.
„Warum? Letztes Mal hab ichs versucht und nicht geschafft, heute musst du es versuchen?“, wehrte George ab.
„Was? Ich soll den kleinen Spaßzauber meucheln?“
„Wer sonst? Ich werd nicht als sein Mörder in die Geschichte eingehen. Ich kann’s eh nicht.“
„Glaubst du denn ich kann es?“
Ihren Stimmen schwollen an und beiden wurde klar, dass man sie vermutlich in allen angrenzenden Fluren hören konnte. Und das war nicht gut… Es bedeutete ohnehin nichts Gutes, wenn sie stritten. Nein, es war eigentlich falsch, es war unmöglich, dass Fred und George sich stritten und dann auch noch in aller Öffentlichkeit. Was war nur mit ihnen los?

„Kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen?“
Eine ruhige Stimme, ließ die Zwillinge in ihrer Auseinandersetzung aufhorchen. Es war eine Stimme, die sie kannten und der Gedanke, dass der Sprecher, zu dem sie gehörte, jedes Wort, das sie in diesem Gang gesagt hatten, gehört hatte, gefiel ihnen gar nicht.
Neben einem der Wasserspeier, welche die Zwillinge versucht hatten, mit einem Singzauber zu belegen, stand Dumbledore. Sein Gesicht sagte nichts darüber aus, ob er alles gehört hatte, aber er wirkte auch nicht verärgert, sondern eher ein wenig belustigt über ihre erschrockenen Blicke und… etwas mitleidig. Wusste er, was mit ihnen los war?
„Professor Dumbledore…“
„Wir wollten gerade…“ Beide brachen ab, denn ihnen fiel nichts Sinnvolles ein, was sie hätten erzählen können. Alles, was sie sagen konnten, würde höchstens sehr dumm und naiv klingen. Doch Dumbeldore lächelte.
„Ich wollte eigentlich gar nicht wissen, wozu Sie die Halterungen der Rüstungen gelockert haben. Ich fand Ihre Rede übers ‚Meucheln’ viel interessanter. Verschwörungen wie diese wollen gut durchdacht sein und, verzeihen Sie, wenn ich falsch liege, ich hatte den Eindruck, dass Sie immer noch an Ihrem Plan zweifeln.“
Sie wussten, es war sinnlos. Dumbledore durchschaute sie. Mit jedem Blick und jedem dummen Wort, das sie sagten, würden sie ihm nur mehr und mehr verraten, was hier vor sich ging – ob sie wollten oder nicht.

„Nun, was ist das für ein kleiner Spaßvogel, den Sie meucheln wollen?“, fragte Dumbledore in einem heiteren Ton, so als würde er gerade über Methoden zum Stricken von Wollsocken und nicht den Mord am personifizierten Humor plaudern. Eine Weile betrachteten die Zwillinge einander schweigend, als warteten sie darauf, dass der jeweils andere auspackte, und brachen schließlich doch gleichzeitig die Stille.
„Ein Humeron."
„Aah…“ Dumbledore sah interessiert auf und blickte in die Runde, als sei nun alles gesagt und die Situation vollkommen klar. Nachdem Fred und George nicht reagierten, fuhr er schließlich fort.
„Sehen Sie, ein Humeron ist ein nicht zu unterschätzender Zauber. Er ist nichts Schlechtes, denn er hebt einen wirklich netten Charakterzug an uns Menschen hervor, den Humor. Wer wirklich keinen besitzt, bei dem wäre auch ein Humeron vollkommen unwirksam. Ganz so humorlos, wie ihr dachtet, kann euer Bruder also nie gewesen sein.“
„Sie wissen, dass es um Percy geht?“, platzten die Zwillinge erschrocken heraus. Das Entsetzen darüber, dass Dumbledore bereits alles zu wissen schien, stand ihnen wahrhaftig ins Gesicht geschrieben. Doch Dumbeldore schüttelte nur den Kopf.
„Sagen wir, ich habe es geahnt. Es wird in diesem Schloss vermutlich keinen geben, der die Veränderung eures Bruders nicht bemerkt hat, schließen wir einmal Professor Binns und euren Bruder selbst aus. Und da mir kein traumatisches Ereignis bekannt ist, dass Percy dazu bewogen haben könnte, seine Einstellung zu ändern, schloss ich bald auf einen Zauber. Die Auswahl für solche Zauber ist gering und die Anzahl der Leute, die ihn an einem übereifrig pflichtbewusstem Vertrauensschüler einsetzen würde, ist auch nicht besonders groß.“
So hatten Fred und George ihren Plan noch nicht gesehen. Doch Dumbledore hatte irgendwie recht. Es war so offensichtlich für jeden außer Percy selbst, dass hier eine magische Veränderung an einem Menschen vorgenommen worden war und man musste nur eins und eins zusammenzählen, um auf die Ursache zu kommen.

„Werden Sie uns… verraten?“
„Kriegen wir Ärger?“
„Ich bin mir ziemlich sicher, Sie haben es gut gemeint und Ihr Bruder scheint sich ja nicht beschweren zu wollen. In der letzten Zeit hattet wohl eher ihr die Beschwerden... Nein, ich bin nicht hier, um Euch Ärger zu machen. Aber vielleicht, damit ihr etwas versteht.“
Dumbledore senkte den Kopf und blickte die Zwillinge über den Rand seiner halbmondförmigen Brillengläser nun sehr direkt und sehr ernst an.
„Es ist schwer einen Menschen zu verändern, ganz besonders wenn man es tun will, um demjenigen eigentlich einen Gefallen zu tun. Unser Einfluss auf unsere Mitmenschen ist nun einmal begrenzt und keiner kann dafür garantieren, was passieren wird, wenn wir bewusst dafür sorgen, dass ein Mitmensch seine Grundeinstellung ändert. Ihr habt es selbst gesehen. Aber noch schwerer als der Versuch, jemanden zu verändern, ist es, ihn einfach sein zu lassen. Ihm einfach sein Wesen zu lassen. Auch dann, wenn wir absolut nicht verstehen können, wie er nur damit glücklich sein kann. In unseren Augen verpasst er etwas Großartiges und das Leben wäre so viel einfacher, wäre er wie wir selbst. Leider stimmt das nicht immer… Kommt euch das bekannt vor?“
Betreten betrachteten Fred und George den Boden vor ihren Füßen. Es war genauso, wie sie über Percy gedacht hatten, genauso wie sie ihre Planung begonnen hatten. Sie hatten Percy ja nicht ärgern wollen, es sollte ein tolles Weihnachtsgeschenk sein mit den netten Nebenffekt, dass es Ihnen vielleicht auch das Leben einfacher machen würde. Nur war es nicht ganz so gekommen.
„Sehr ihr“, fuhr Dumbledore fort. „Es kann nicht nur Menschen geben, die in erster Linie lustig sind. Was wäre der ganze Humor, wenn wir alle so überviel davon hätten? Er geht einfach unter… Und deswegen sind wir Menschen vielseitig und deswegen akzeptieren wir einander in den meisten Fällen dennoch. Das gilt in Familien übrigens ganz besonders. Und grade an Weihnachten sollten wir tolerant und verständnisvoll sein.“

Die Zwillinge seufzten leise. Sie fühlten sich selten für etwas schuldig, doch in diesem einen Moment hatte Dumbledore das gerade tatsächlich geschafft. Schließlich wagten sie es wieder, zu Dumbledore aufzublicken, der sie nun lächelnd ansah. In seinem Blick war kein Tadel oder etwas ähnliches, er schien vielmehr glücklich über seine kleine Rede zu sein und über das Verständnis, dass er in den Gesichtern der beiden Jungen sah.
„Eine schöne Erkenntnis“, sagte George schließlich. „Aber es heißt doch ganz offensichtlich, dass wir’s vermasselt haben und nun damit leben müssen bis ans Ende unsrer Tage, oder?“
„Oh, ganz so tragisch würde ich es nicht sehen“, erwiderte Dumbledore vergnügt. „Ein Humeron versammelt lustige Stimmung in sich und fixiert sie auf seinen Besitzer. Selbst wenn das Wesen ‚Humeron’ nicht mehr greifbar ist, ist seine Essenz nicht verschwunden. Man kann ihn nicht einfach eliminieren. Man kann ihn nur frei lassen.“
Das war immerhin eine gute Nachricht. Keiner von ihnen würde sich zum „Spaßmörder“ machen müssen. Doch das Problem war damit nicht beseitigt.
„Aber Professor, wie sollen wir das tun? Percy gibt seine magische Kalenderkiste nicht her“, warf Fred ein.
„Aha, wie gut, dass Sie mich daran erinnern. Euer Bruder war so nett, mir den als Anschauungsobjekt für eine kleine Forschung zur Verfügung zu stellen.“ Aus den Weiten seines Umhangs zog Dumbledore eine kleine Kiste.
„Der Verlust-Zauber leuchtet nicht!“, stellte George erstaunt fest.
„Er gab sie mir schließlich freiwillig“, erklärte Dumbledore. „Nun wird es Zeit, ein kleines Wildtier, wieder in seine freie Wildbahn zu entlassen.“
Er öffnete vorsichtig das Kästchen und klopfte von außen gegen die Holzwand. Dann forderte er die Zwillinge auf, ihre Zauberstäbe zu ziehen und sie über die Öffnung zu halten. Wie angelockt, schwebte die leuchtende Staubflusel aus dem Inneren nach oben und heftete sich an ihre Zauberstabspitzen.
„Er braucht Nahrung, damit er von seiner magischen Quelle weggelockt werden und sich dematerialisieren kann.“
Fred und George sahen Dumbeldore verwirrt an, doch der alte Zauberer lächelte nur und schien sich bereits überlegt zu haben, was er tun würde.
„Nun ja, er ist nicht grandios, aber wie wäre es mit dem hier: Warum ist im Hogwarts-See so viel Wasser?“ Fred und George warfen sich ratlose Blicke zu, die Dumbledore mit einem vergnügten Grinsen quittierte und schließlich verkündete: „Weil es der Krake sonst zu staubig ist.“
Es dauerte eine Weile, bis sich die Gesichter der Zwillinge verständnisvoll aufhellten und sie zu grinsne begannen. „Alles klar, ich wusste immer, dass dieses Viech Asthmatiker ist“, sagte George lachend.

Mit einem leisen „Plop“ zerplatzte die Staubflusel auf ihren Zauberstäben.
„Ach ja, der Humor! Was für ein zauberhaftes und faszinierendes Ding. In Freheit geboren und zuhause“, sinnierte Dumbledore und sah fasziniert in die Luft, als könne er noch Reste der kleinen Staubflocke ausmachen. Doch zurück war nur das leere Kästchen geblieben. Sie betrachteten das nun sehr trostlos wirkende Ding.
„Wie erklären wir das nur Percy?“, fragte Fred seufzend.
„Lassen Sie das meine Sorge sein.“ Mit aller Ruhe verstaute Dumbledore die Kiste wieder in seinem Umhang. „Allerdings erwarte ich noch eines von euch beiden…“ Die beiden Jungen nickten resigniert.
„Ist okay…“
„Wir entschuldigen uns bei Percy…“
„Und erklären ihm, dass wir ihn verzauber haben…“
„Und belogen haben…“
„Schaut nicht so, als wärt ihr auf dem Weg zur Schlachtbank“, erwiderte Dumbledore ermutigend. „Ich hatte eher daran gedacht, euch dazu zu verdonnern, diese Rüstungen hier wieder zu befestigen. Ich fürchte, Peeves könnten ansonsten auf die Idee kommen, sie beweglich zu machen und hier im Schloss herumstürmen zu lassen.“
Und ohne ein weiteres Wort wandte er sich um und verschwand hinter dem Wasserspeier, neben dem er zuvor aufgetaucht war.

Die Zwillinge waren schon beinah fertig mit der Arbeit, die Rüstungen zu befestigen, als sich eine vertraute Gestalt näherte.
„Was macht ihr da? Das sieht mir nicht gerade nach sinnvoller Beschäftigung aus.“ Percy betrachtete seine beiden Brüder mit argwöhnischer Miene. „Ich hoffe das wird nicht wieder eine eurer Schnapsideen. Ich war gerade froh, dass ich Mum nun schon länger nicht wegen euch schreiben musste.“
Die beiden richteten sich auf, warfen einander undschuldige Blicke zu und wandten sich dann mit ernster Miene an Percy.
„Weißt du was, Bruderherz? Wir finden dich klasse.“
„Ja, genauso wie du bist.“
„Spaßbremsen brauch das Land.“
„Wär sonst auch echt unspaßig.“
„Bleib so.“
„Und lass dich nicht in die Irre führen.“ Sie klopften Percy anerkennend auf die Schulter, ließen ihren verwirrten Bruder einfach stehen und beeilten sich, weiterzugehen, damit Percy das erleichterte Grinsen auf ihren Gesichtern nicht sehen konnte.




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